Lesung mit Michael Stacheder
und einem Einführungsgespräch mit Verleger Albert C. Eibl
Mittwoch 12. Februar, 19.30 Uhr
Aula St. Georg Schule, Sonnenstraße 36, Bad Aibling

Österreich zu Beginn der 30er Jahre. Im beschaulichen Kurort Maria Blut beginnt es zu brodeln. Auf den Straßen, am Marktplatz und in der Kirche wird getuschelt: Hat dieser oder jener nicht eine Halbjüdin als Mutter? In nur wenigen Monaten spitzt sich die Lage zu: Radikalisierte Männergruppen paradieren durch die Straßen und skandieren: »Heil! Heil!«. Wunderheiler und falsche Propheten tauchen auf und verkünden den bevorstehenden Weltuntergang, deklassierte Adelige schimpfen auf die »Saurepublik«, und schließlich steht auch noch die örtliche Konservenfabrik in Flammen. Klammheimlich, wie ein schleichendes Gift, breitet sich die NS-Ideologie in einem österreichischen Provinznest aus – und am Ende ist nichts mehr, wie es war.
Schon im dänischen Exil, wohin sie bereits 1933 zusammen mit ihrer Tochter Judith emigrierte, schrieb Maria Lazar an ihrem großen Zeit- und Widerstandsroman Die Eingeborenen von Maria Blut. Nach rund 60 Jahren seit seiner letzten Veröffentlichung wurde dieses einzigartige Werk nun endlich einem aufgeschlossenen Lesepublikum wieder zugänglich gemacht. Die Eingeborenen von Maria Blut wurden 2023 am Burgtheater Wien uraufgeführt.
Wir freue uns, dass Albert C. Eibl, Gründer des Verlags Das vergessene Buch, mit einem Einführungsgespräch über das Leben und Werk von Maria Lazar den Abend bereichern wird.
Eintritt 12 Euro I Reservierung erbeten Mail info@max-mannheimer-kulturtage.de
Die Karten können an der Abendkasse eine Stunde vor Beginn abgeholt werden.
Eine Veranstaltung des Max-Mannheimer-Kulturtage e.V.