Fahrt zum Jüdischen Museum München
Wie gelingt Erinnerungskultur, wenn Zeitzeuginnen und Zeitzeugen immer seltener werden?
Der Verein Max Mannheimer Kulturtage e.V. ging dieser Frage mit einem besonderen Projekt nach:
Unter dem Titel „Zwei Generationen auf Spurensuche“ fand eine
gemeinsame Fahrt von Erwachsenen und Jugendlichen zum Jüdischen Museum München statt.
23 Schülerinnen und Schüler (8 vom Gymnasium Bad Aibling, 5 von der Wirtschaftsschule Alpenland, 3 von der Wilhelm-Leibl-Realschule und 7 von der St. Georg Mittelschule) und Erwachsene unterschiedlichsten Alters, fuhren in ausgelosten Tandems gemeinsam im Bus nach München.
Ziel war es, Menschen verschiedener Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen – über Geschichte, Verantwortung und die Bedeutung von Erinnerung heute. Gemeinsam besuchten die Teilnehmenden die Ausstellung „Die dritte Generation“, die sich mit den Nachfahren von Überlebenden des Holocaust und deren Traumata beschäftigt.
Im Mittelpunkt stand nicht nur das gemeinsame Erleben der Ausstellung, sondern der Dialog zwischen Jung und Alt, der besonders während der Bufahrt erfolgte.
Zurück in Bad Aibling wurden die Eindrücke im Kunstverein filmisch festgehalten. Kurze Interviews dokumentierten, wie erstaunlich nah sich die Generationen in ihrem Blick auf Geschichte und Gegenwart sind.
Erinnerungskultur lebt vom Austausch – von Offenheit, Neugier und Zuhören. Diese Fahrt zeigte eindringlich, dass sie auch ohne Zeitzeugen lebendig bleiben kann.
Alle Teilnehmer:innen waren begeistert und gaben zum Ausdruck, dass der Austausch zwischen Jung und Alt weitergeführt werden sollte.











